Katechine und EGCG: Die Aushängeschilder des grünen Tees

Anders als schwarzer Tee, der eine vollständige Oxidation durchläuft, wird grüner Tee nur kurz verarbeitet, sodass das Antioxidans namens Katechin erhalten bleibt. Diese Verbindung ist der eigentliche Star hinter dem Ruf des grünen Tees als gesundes Getränk.

Neben Katechinen – insbesondere Epigallocatechingallat (EGCG) – enthält grüner Tee Polyphenole, Koffein, L-Theanin, Vitamin C und E sowie Fluorid. Eine 2017 im Journal Beverages veröffentlichte Studie ergab, dass diese Substanzen Vorteile wie Krebsvorbeugung, Entzündungshemmung, Bakterienbekämpfung und Herzschutz mit sich bringen.

Herz schützen und Gewicht managen

Das Antioxidans Catechin im grünen Tee hilft, den LDL-Cholesterinspiegel zu senken und die Elastizität der Blutgefäße zu erhalten, wodurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert wird. Mit 1–2 Tassen grünem Tee pro Tag bleibt die Herzgesundheit erhalten.

Grüner Tee ist auch bei Diätwilligen beliebt. Der Gehalt an Koffein und EGCG wirkt synergetisch, steigert den Stoffwechsel und hilft dem Körper, Fett und Kalorien effizienter zu verbrennen. Optimal sind die Ergebnisse freilich in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und Sport.

Fokus schärfer und Schutz der Körperzellen

Grüner Tee enthält moderat Koffein – genug, um Wachheit und Konzentration zu steigern, ohne in der Regel die nervöse Unruhe von Kaffee auszulösen. Die Aminosäure L-Theanin trägt dazu bei, Entspannung zu fördern und gleichzeitig den Fokus zu schärfen.

Der Gehalt an Antioxidantien schützt die Körperzellen vor Schäden durch freie Radikale, die vorzeitige Alterung und chronische Krankheiten auslösen. Für die Haut trägt der antioxidantienreiche grüne Tee zudem dazu bei, die Feuchtigkeit zu bewahren und Alterserscheinungen zu reduzieren.

Nicht übertreiben: Risiken erkennen und sichere Grenzen kennen

Obwohl gesundheitsfördernd, sollte grüner Tee nicht übermäßig konsumiert werden. Der Gehalt an Tanninsäure kann die Magensäureproduktion erhöhen und die Verdauung reizen, während seine Polyphenole Mineralien wie Eisen, Magnesium und Kalzium binden können, wodurch deren Aufnahme verringert wird. Auch sein Koffein kann den Schlaf stören, wenn er nachmittags oder abends getrunken wird.

Allgemeine Empfehlung: Einen Teelöffel (etwa 2 Gramm) pro Tasse aufbrühen und regelmäßig 1–2 Tassen täglich genießen. Wer eine Magengeschichte, Bluthochdruck hat oder schwanger ist, sollte zunächst mit dem Arzt über die sichere Menge sprechen. Grüner Tee sollte zudem nicht gleichzeitig mit Eisenpräparaten oder bestimmten Medikamenten getrunken werden, damit deren Aufnahme nicht beeinträchtigt wird.