Teheran: Vorwürfe Riads nicht glaubwürdig
Die iranische Regierung wies die Anschuldigungen Saudi-Arabiens zurück, Teheran stehe hinter den zunehmenden Angriffen der Houthi-Gruppe aus dem Jemen auf das Territorium des Königreichs. Die Zurückweisung wurde am Freitag (16.10.2026) vom Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, vorgebracht, einen Tag nachdem der stellvertretende Minister für öffentliche Diplomatie Saudi-Arabiens, Rayed Krimly, Iran beschuldigt hatte, die Eskalation der Angriffe voranzutreiben.
Baqaei stellte klar, dass die iranische Regierung nicht an militärischen Operationen der Houthi-Gruppe beteiligt sei. Seinen Angaben zufolge handeln die jemenitischen Streitkräfte nach eigenen Interessen und Einschätzungen, weshalb solche Vorwürfe nicht glaubwürdig seien.
Krimly hatte zuvor erklärt, der Iran bewaffne, trainiere und unterstütze die Houthi weiterhin unter Verletzung von Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, und der Gruppe vorgeworfen, ein Angebot für ein Treffen im Oman zu Beginn der jüngsten Kampfrunde abgelehnt zu haben.
Iran bietet sich als Vermittler an
Inmitten eskalierender Konflikte erklärte Iran überraschend seine Bereitschaft, als Vermittler aufzutreten, um die Spannungen zwischen Riyadh und den Houthi zu entschärfen. Baqaei sagte, Teheran sei bereit, seine guten Dienste einzusetzen, um zur Beendigung der Feindseligkeiten beizutragen, sofern beide Seiten darum ersuchen.
Houthi – Teil des Netzwerks „Achse des Widerstands“, das sich Israel widersetzt – haben seit der erneuten Eskalation des Bürgerkriegs im Jemen im Juli vergangenen Jahres ihre Angriffe auf saudische Ziele intensiviert. Die Angriffe richteten sich auf Ölanlagen, Tanker im Roten Meer sowie den internationalen Flughafen von Riad, bei dem in der vergangenen Woche 13 Menschen getötet wurden.
Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Angriffe am Donnerstag scharf, einschließlich der Bedrohung der Schifffahrt im Roten Meer und der Straße Bab al-Mandeb, dem südlichen Tor des Suezkanals. Teherans Vermittlungsangebot eröffnet eine diplomatische Chance, doch ist unklar, ob Riyadh und die Houthi bereit sind, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.






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