Wilder Beschuss aus einem fahrenden Auto

Ein Mann gab Schüsse aus einem fahrenden Auto in zwei benachbarten Städten ab, Trappes und La Verrière, im Departement Yvelines, etwa 25 bis 30 Kilometer von Paris entfernt, am Freitag (23.10.2026) gegen 10.30 Uhr Ortszeit. Nach Polizeiquellen, die von Le Figaro zitiert werden, fuhr der Täter einen grauen Renault Clio und eröffnete das Feuer an mehreren Punkten in Trappes — etwa am square Van Gogh nahe der Post, am square Pergaud, an der Esso-Tankstelle an der Straße RN10 bis vor ein Gesundheitszentrum — bevor er seine Tat in La Verrière fortsetzte, mit Zielen im Bereich der Apotheke Bois-de-l'Étang und des SNCF-Bahnhofs. Die verwendete Waffe war eine Maschinenpistole aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs vom Typ Sten MK II, die in Serie auf Fußgänger und Anwohner abgefeuert wurde, die der Täter antraf.

1 Toter, 12-jähriger Junge achtmal angeschossen

Ein 26-jähriger Mann wurde im Bereich des Place Pergaud in Trappes erschossen, als er seine Familie in der Nähe eines Spielplatzes besuchte. Vier weitere Menschen wurden schwer verletzt, darunter ein 12-jähriges Mädchen, das in La Verrière achtmal angeschossen und in absolutem Notzustand in das Necker-Krankenhaus in Paris gebracht wurde — ihr Zustand wird als stabil und sich verbessernd gemeldet. Drei weitere Männer erlitten ebenfalls schwere Verletzungen und wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, sagte, das Ereignis hätte beinahe mehr Opfer gefordert: 'Es ist ein Wunder, dass es nicht mehr Opfer gab', sagte er und merkte an, dass die Täter an vielen Orten schossen, darunter ein Kinderspielbereich.

Antiterror-Staatsanwaltschaft übernimmt, Verdächtiger festgenommen

Der Verdächtige, ein 39-jähriger Mann mit den Initialen Kevin T., wurde in Coignières weniger als zehn Minuten nach dem ersten Notruf von der Brigade Anti-Kriminalität (BAC) Saint-Quentin-en-Yvelines festgenommen. Er war den Strafverfolgungsbehörden aus früheren Fällen bekannt, stand jedoch nicht auf dem Radar der Geheimdienste. Angesichts der Schwere des Vorfalls übernahm die Nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (PNAT) die Ermittlungen mit der Einstufung „Mord" und „versuchter Mord im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen", mit der erschwerenden Qualifikation, dass die Tat aufgrund der tatsächlichen oder vermuteten Rasse, Ethnie, Nationalität oder Religion des Opfers begangen wurde. Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete die Tat als „eindeutig terroristische Straftat" und bestätigte, dass der Täter festgenommen wurde. Das genaue Motiv wird noch untersucht, und ein rassistisches Motiv wurde von den Ermittlern nicht ausgeschlossen.

Macron trauert, Frankreich in Alarmbereitschaft

Präsident Emmanuel Macron drückte 'tiefe Trauer' aus und betonte, die französische Nation stehe an der Seite der Opfer, der Familien sowie aller Bürger von Yvelines, und dankte den Einsatzkräften, die den Täter schnell festgenommen haben. Premierminister Sébastien Lecornu nannte den Vorfall 'sehr ernst' und erklärte, alle Sicherheits- und Justizkräfte seien vollständig mobilisiert. Die Präfektur Yvelines eröffnete zwei psychologische Notfallstellen im Rathaus von Trappes und La Verrière für die Opfer und Zeugen. Der Vorfall ereignete sich, während Frankreich sich nach den Ausschreitungen am vergangenen Wochenende im Zusammenhang mit Protesten gegen die Lebenshaltungskosten in erhöhter Alarmbereitschaft befindet, die zur Verhängung von Ausgangssperren in mehreren Städten führten.