Die Anzahl der Rakat der fünf täglichen Gebete

Das Gebet ist eine der fünf Säulen des Islam, die jeder mündige und vernunftbegabte Muslim ausführen muss. Die Anzahl der Rakaat (Gebetseinheiten) der Pflichtgebete variiert je nach Tageszeit: Subuh 2 Rakaat, Dzuhur 4 Rakaat, Ashar 4 Rakaat, Maghrib 3 Rakaat und Isya 4 Rakaat.

Das Gebet (Sholat) dient als direkte Verbindung zwischen dem Menschen und Allah SWT. Historisch betrachtet wurde das Gebet zur Pflicht erhoben, als der Prophet Nabi Muhammad SAW in der Nacht der Isra Mi'raj die göttliche Offenbarung empfing, was ihm einen herausragenden Stellenwert im islamischen Glauben verleiht.

Die 13 Säulen des Gebets

Damit das Gebet (Sholat) gültig ist, müssen seine wesentlichen Bestandteile in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden. Dies sind die 13 Rukun des Gebets gemäß der Lehre des Propheten Rasulullah SAW: (1) das Stehen für diejenigen, die dazu fähig sind, (2) die Absicht im Herzen zusammen mit dem Takbiratul Ihram, (3) das Takbiratul Ihram (Allahu Akbar), (4) das Rezitieren von Al-Fatihah in jedem Rakaat, (5) die Verbeugung (Ruku) mit Tuma'ninah, (6) das Aufrichten (I'tidal) mit Tuma'ninah, (7) die doppelte Niederwerfung (Sujud) mit Tuma'ninah, (8) das Sitzen zwischen den zwei Niederwerfungen mit Tuma'ninah, (9) das Sitzen beim abschließenden Tasyahud, (10) das Rezitieren des abschließenden Tasyahud, (11) das Aussprechen des Segens für den Propheten (Shalawat), (12) der Salam und (13) die Ordnungsgemäßheit nach der vorgeschriebenen Reihenfolge.

Reihenfolge und Ablauf des Gebets

Das Gebet beginnt mit der Absicht im Herzen, gesprochen gleichzeitig mit dem Takbiratul Ihram, während beide Hände parallel zu Ohren oder Schultern erhoben werden. Nach dem Falten der Arme wird das Iftitah-Gebet als Sunnah gesprochen, anschließend ist in jedem Rak'ah das Lesen der Sure Al-Fatihah gefolgt von einer kurzen Sure des Korans Pflicht.

Die folgende Bewegung: das Ruku' mit geradem Rücken, während das Tasbih gesprochen wird, das Aufrichten zum I'tidal, die Niederwerfung (Sujud) mit sieben Körperteilen, die den Boden berühren, das Sitzen zwischen den beiden Niederwerfungen, dann die zweite Niederwerfung. Im zweiten (und letzten) Rak'ah wird das Tasyahud-Sitzen vollzogen. Das Gebet endet mit dem Salam: dem Drehen des Kopfes nach rechts und dann nach links, während man spricht: „Assalamu'alaikum warahmatullah“.

Gültigkeitsvoraussetzungen und wichtige Hinweise

Vor dem Gebet sollte man sicherstellen, dass die Gültigkeitsvoraussetzungen erfüllt sind: Reinheit von der kleinen und der großen Unreinheit (Hadats), Reinheit von Körper, Kleidung und Gebetsort von Unrat (Nadsis), Bedeckung der Aurat, Ausrichtung zur Qibla sowie der Eintritt der Gebetszeit. Führe jede Bewegung mit Tuma'ninah (Ruhe und ohne Eile) und in khuschū' aus.

Nach dem Salam wird empfohlen, vor dem Verlassen des Gebetsorts Dhikr und Bittgebete zu sprechen — beispielsweise dreimal Istighfar, danach je 33-mal Tasbih, Tahmid und Takbir.