700 Kilogramm Fischkadaver am ersten Tag geborgen

Das Umweltamt der Stadt Bekasi (DLH) entsandte am Samstag (17.10.2026) das Einsatzteam „Katak Orange“, um Hunderte Kilogramm toter Harnischwelse zu bergen, die auf dem Kali Bekasi trieben. Am ersten Einsatztag sammelten die Einsatzkräfte mindestens 700 Kilogramm Fischkadaver ein.

Die Bergungsarbeiten konzentrierten sich auf den Bereich um die Kemang-Pratama-Brücke, wo sich die meisten toten Fische angesammelt hatten. Die Einsatzkräfte warfen Netze aus, um die an der Wasseroberfläche treibenden Kadavermengen abzuschöpfen.

700 kg tote Harnischwelse aus dem Bekasi-Fluss geborgen
Bangkai ikan sapu-sapu mengapung di aliran Kali Bekasi, Sabtu (17/10/2026). (Quelle: Bekasi Satu)

Seit Donnerstag bekannt, Anwohner klagen über Gestank

Das Massensterben der Harnischwelse wurde erstmals am Donnerstag (15.10.2026) festgestellt. Die treibenden Kadaver verursachten bald einen üblen Gestank am Fluss, woraufhin Anwohner Beschwerden bei der Stadtverwaltung einreichten.

Das Umweltamt reagierte zügig auf diese Meldungen, um potenziellen Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung vorzubeugen und das aquatische Ökosystem des Kali Bekasi vor einer weiteren Ausbreitung der Schadstoffbelastung zu schützen.

Team „Katak Orange“ und zwei Elektroboote im Einsatz

Für den Reinigungseinsatz setzte das Umweltamt zwei elektrische Arbeitsboote vom Typ „Sea Hamster“ ein, um Ansammlungen von Fischkadavern mitten im Flusslauf zu erreichen. Wie der Koordinator des Teams „Katak Orange“, Mansur, erklärte, wurden die eingesammelten Fische in zwei Metern Tiefe am Ufer des Bekasi-Flusses vergraben.

Die Leiterin des Umweltamtes Bekasi, Kiswatiningsih, betonte, dass der Einsatz vor Ort oberste Priorität habe. „Das Umweltamt von Bekasi handelt entschlossen, um die im Kali Bekasi entdeckten Fischkadaver zu beseitigen – vor allem, um die Belastung für die Bürger zu verringern und den ökologischen Zustand des Flusses zu bewahren“, so Kiswatiningsih.

Ursache noch ungeklärt, Verdacht auf Abwassereinleitung

Zur Todesursache der Fische erklärte Kiswatiningsih, dass ihre Behörde den Vorfall weiterhin untersuche und die Ergebnisse der Laboranalysen abwarte, um Maßnahmen auf verlässlicher Datenbasis zu treffen. Es bestehe der Verdacht auf Umweltverschmutzung oder industrielle Abwässer, bestätigt sei dies bislang jedoch nicht.

Die Sofortmaßnahmen stießen bei der Fluss-Schutzinitiative KP2C (Komunitas Peduli Sungai Cileungsi-Cikeas) auf Zustimmung, die die Bergungsarbeiten vor Ort begleitete. Der Vorsitzende von KP2C, Puarman, hob hervor, dass die rasche Einsatzbereitschaft der Helfer vor Ort entscheidend sei, damit sich die Verunreinigung nicht weiter ausbreitet.

Zudem beriet sich das Umweltamt mit dem Experten für Fischereiökosysteme, Arief Kamarudin, um sicherzustellen, dass die Bergung und Entsorgung des biologischen Abfalls fachgerecht erfolgt. Regelmäßige Kontrollen werden fortgesetzt, während die Laborbefunde der Wasserproben und des Fischgewebes noch ausstehen.

Kiswatiningsih rief die Bevölkerung dazu auf, aktiv zum Schutz des Kali Bekasi beizutragen und jegliche Anzeichen von Umweltverschmutzung oder Auffälligkeiten unverzüglich den zuständigen Behörden zu melden.